Nicht das WAS, sondern das WIE…

18 May 2017

(c) AAVNam  Dong. Die Gewohnheit holte mich schneller ein als gedacht. Das frühe Aufstehen (4:15 für mich), die Jugendlichen, die mich rund um dir Uhr begleiten, das Erzieher Team, das für jeden Spaß zu haben ist und schlussenlich die ausgelassene Stimmung, die mich jeden Tag genießen lässt.

Alles ist wie es war. Ein Glück! Aber das kam schon im letzten Eintrag zur Spache. Ebenso die Tatsache, dass alles in die Höhe gesprossen ist..

Nicht erwähnt wurde…, dass nun wirklich ALLES blüht. Inklusive Unkraut. VIEL UNKRAUT. Und als Bauernhof mit Bio-Label kann dies nur etwas bedeuten: Jäten, jäten und nochmals jäten.

Chemie kommt hier nicht in Frage!

Mein Alltag der letzten Woche ist dementsprechend schnell beschrieben. Zupfen, pflücken, graben, jähten, bis dann schlussendlich der wohlverdiente Feierabend ruft.

Besonders spannend scheint dies natürlich nicht. Doch der Anschein trügt in diesem Fall…NICHT im geringsten.

Denn zugegeben,bei 38 Grad im freien Unkraut zu jäten ist nicht das Interessanteste. Besonders dann, wenn man sich bewusst ist, dass diese grüne Teufelsbrut spätestens nach einer Woche wieder da sein wird.

Das Schöne… irgendwie macht man es trotzdem gerne. Denn der Verzicht auf Chemie, fällt 100x mehr ins Gewicht, als der eine oder andere monotone Moment.

Ausserdem fliegt die Zeit nur so dahin, da der Spaß jedem ein treuer Begleiter ist.

So werden z.B. aus den langen gezupften Gestrüppen lustige Perücken, die zum herrlichen Herumalbern einladen. Und anstatt des Unkrautes landet der ein oder Jugendliche in der Schubkarre und dreht ein paar Extrarunden über den Bauernhof.

Ich glaube ich muss das Ganze nicht weiter beschreiben, denn jeder weiß, dass Unkraut zupfen langweilig sein kann. Aber jeder weiß, wie man Langeweile mit kindlichem Leichtsinn vertreiben kann.

Und hier liegt der springende Punkt dieses Eintrages, der auch als ein Hauptgedanke der Farm heraussticht: Es ist nicht was man macht… sondern wie man es macht!

Trotz der Knappheit dieses Berichtes denke ich, dass die erwähnte Worte ausreichen, um die riesige Wichtigkeit dieses Projektes darzustellen.